Forscher und Erfinder

Junge Erfinder und Forscher brauchen Netzwerke! Deshalb freuen sich Schülerinnen und Schüler über die Motivation und tatkräftige Unterstützung seitens der Baden-Württemberg-Stiftung mit dem Programm „MikroMakro – kleine Köpfe – große Ideen“. Die finanzielle und organisatorische Basis macht es möglich, mit aktuellster Technik zu experimentieren und zu bauen. Für MINT-begeisterte Jugendlichen am SG ist Jugend forscht und die Forschermesse IENA in Nürnberg jedes Jahr ein Höhepunkt. Hier treffen sich unsere Forscher und Erfinder mit Gleichgesinnten und stellen sich mit ihren Arbeiten Jurys aus Forschung, Lehre, Industrie und der interessierten Öffentlichkeit.  | Mehr über das SG Technikum.

Medaillen auf der Forschermesse IENA 2017

Herbstferien, 2.11. bis 5.11.2017: Es ist schon eine Tradition geworden, dass sich Aalener Schüler auf internationalem Terrain bewegen und ihre technischen Entwicklungen präsentieren. So waren auch in diesem Jahr vier Projektgruppen vom Schubart-Gymnasium in Nürnberg auf der IENA 2017 vertreten, der Fachmesse für „Ideen | Erfindungen | Neuheiten“. In diesem Jahr waren ca. 800 Aussteller aus 31 Ländern dabei, ein Umstand, der 13- bis 17-jährige Gymnasiasten schon ein wenig nervös machen kann.

Bereits vor Messebeginn fand im Rahmen einer Pressekonferenz eine Neuheitenshow statt. Dort präsentierten – von Nervosität keine Spur – Tobias Vogel eine automatische Trimmvorrichtung für das Fahrtensegeln. Leonard Seeling und Yannic Funk zeigten eine modulare Transportdrohne, mit der kleine Lasten autonom transportiert werden können.

Seit Donnerstag tobte dann der Messebetrieb. Vom SG präsentieren Jakob Jarebica, Florian Janot und Kai Krull ein „OpenSmartHome-System“, und Phil Bäuerle und Tobias Frömelt hatten ein autarkes Überwachungs- und Sicherungssystem für abgelegene Objekte entwickelt. Die 8 Schüler hatten auf der IENA die Möglichkeit, in internationalem Rahmen ihre Ideen zu erläutern und ihre Prototypen vorzustellen. Vielleicht ergibt sich aus den so geknüpften Kontakten ja auch die Möglichkeit einer Platzierung ihrer Produkte am Markt. Es versteht sich von selbst, dass manche Präsentationen auf Englisch erfolgen mussten — eine Anforderung, der sich die Schüler problemlos gewachsen zeigten.

Am Samstag freuten sich die Teams über die Auszeichnungen: Die Teams Seeling/Funk mit ihrer Transportdrohne, Bäuerle/Frömelt mit dem autarken Sicherungssystem und Janot/Jarebica/Krull mit dem SmartHomesystem heimsten Silbermedaillen ein. Tobias Vogel mit dem Autotrimmsystem erhielt eine Bronzemedaille. Dafür gebührt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzlicher Glückwunsch.

Ermöglicht werden die Projektentwicklungen und die Messeteilnahme von der Baden-Württemberg-Stiftung und dem Programm MikroMakro, die die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stellen. Jede Schule hat die Möglichkeit, solche Projekte zu beantragen und durchzuführen. Die Betreuerin Angelika Möbius (Lehrerin am SG) führt seit Jahren derartige Projekte mit ihren Schülern durch und ist nunmehr das 8. Mal mit Schülergruppen auf der IENA vertreten. An dieser Stelle seien auch junge Lehrerinnen und Lehrer ermutigt, solche Projekte in Angriff zu nehmen. Es ist eine einzigartige Chance, jungen Menschen das Forschen und Tüfteln zu ermöglichen und ihre Ergebnisse in einem großen Rahmen zu präsentieren.

Erfolge auf der IENA 2016 in Nürnberg

Unsere Forscher sind dieses Mal mit 4 Projekten vertreten.

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  • EASY-Stop ist ein Antikollisionssystem für Bobbycars, das Jonathan Ranck (SG) gemeinsam mit Moritz Fischer und Raphael Diedersdorfer (MPG) entwickelten.
  • Eine Fenstersteuerung für Drehflügelfenster stellen Richard Kläsges, Florian Janot und Juliane Reiser vor.
  • Die Autarke Gewässeranalyse haben Matthias Steffel und Christoph Grimbacher entwickelt.
  • Die LEGO Drohne haben Leonard Kinzler und Jan Maresch vom MPG und Maria Henze vom SG unter Kontrolle.

Zwei Projekte (Easy-Stop und Gewässeranalyse) stellten sich auf der Neuheitenshow bereits heute der Presse und präsentierten ihre Erfindungen vorab einem interessierten Publikum.

IENA 2015: Stell dir vor, du baust was und die Welt schaut hin!

Zweimal Silber für das Schubart-Gymnasium auf der Internationalen Erfinder- und Neuheitenausstellung (IENA) 2015 in Nürnberg.

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Erfinder aus aller Welt sind auch dieses Jahr wieder zur IENA angereist. Sie stellen insgesamt rund 700 Neuheiten in der Nürnberger Messehalle vor. Das Spektrum reicht dabei von komplexen High-Tech-Geräten bis hin zu praktischen Erfindungen für den täglichen Gebrauch.

Zwei Schülergruppen vom Technikum des Schubart-Gymnasiums, betreut von Frau Angelika Möbius, fuhren am Donnerstag, dem 29. Oktober zur IENA 2015 nach Nürnberg. Im Gepäck hatten sie ihre über zwei Jahre fleißig bearbeiteten Projekte: Felix Brucker (17), Alexander Schaible (17) und Kai Krull (14) stellten ihre Sitzheizung für Outdoor-Veranstaltungen vor. Da stellt sich die Frage, was ist daran neu? Das Drahtgeflecht-Prinzip, wie von Heizdecken bekannt, eignet sich wegen der Kurzschlussgefahr nicht für den Einsatz im Freien. Deshalb fertigten die drei nach umfangreichen Versuchen einen Sitz, der eine auf Heizlack basierende Wärmeschicht im Laminat integriert hat. Mit einer Abschaltautomatik versehen, hat diese Lösung neben den Juroren auch bereits Firmen beeindruckt, was vielleicht auf eine Vermarktung hoffen lässt.

Die drei Schüler hatten bereits im Vorfeld der Messe zur Neuheiten-Show die Möglichkeit, ihre Entwicklung vorzustellen. Timo Enssle (19), Florian Janot (14) und Kai Krull (14) stellten einen Low-Cost-Tricopter der Öffentlichkeit vor und entwickelten damit ein Projekt von Yannik Saemann und Pascal Schlaak (beide 19) weiter. Quattrocopter überschwemmen derzeit in allen Größen und Formen den Markt. Eine ungerade Anzahl von Rotoren, in diesem Fall drei, erfordert eine völlig andere Steuertechnik und auch einen anders gearteten technischen Aufbau, da ein Motor drehbar ansteuerbar sein muss. Damit wird ein weitaus agileres Flugverhalten bei relativ stabiler Steuertechnik möglich. Die drei trieben die Entwicklung mit vergleichsweise geringen Kosten bis zur fertigen Verkaufsverpackung eines Tricopter-Baukastens. Eine interessierte Fangemeinde war auf der Messe schnell gefunden und eine kleine Flugshow von Timo tat das Ihrige.

Einen herzlichen Glückwunsch an die fünf Tüftler.

Mit 43 Neugierigen erfolgreich
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43 Forscher vom SG stellen sich der Presse im Foyer der Firma Zeiss, Oberkochen

Februar 2015: Es war ein erfolgreiches Wochenende für die jugendlichen Tüftlerinnen und Tüftler des Schubart-Gymnasiums Aalen. Ein Team von 43 Schülerinnen und Schülern stellte sich mit 19 Arbeiten den Juroren in den Sparten Arbeitswelt, Geo und Raum, Biologie, Chemie, Physik, Mathematik/Informatik und Technik.

Jugend forscht 2015
Jugend forscht 2015: Lena Quendt und Anja Seitz gewinnen den Regionalsieg in Mathematik/Informatik.

Lena Quendt und Anja Seitz errangen in Mathematik/Informatik einen Regionalsieg und damit die Fahrkarte zum Landeswettbewerb in Zusammenarbeit mit der Firma MAPAL für die „Entwicklung eines automatischen Konfigurators für Werkzeugausgaben zur Optimierung des Arbeitsablaufs“.

Jannik Hezler und Joshua Bauer errangen im Fachgebiet Technik einen 2. Platz und erhielten einen Sonderpreis des Instituts für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Felix Brucker, Alexander Schaible und Kai Krull wurden für die technischen Grundlagen einer Outdoor-Sitzheizung mit dem 3. Platz geehrt. Im Bereich Geo und Raum erhielten Larissa Schnee, Lea Wenzel und Kai Krull einen dritten Platz für das Rettungshundegeschirr, das im Einsatzfall Daten erfasst. Im Bereich Schüler experimentieren gab es ebenfalls gute Platzierungen, so erhielten die „Wiederholungstäter“ Florian Janot und Jakob Jarebica für ihren multimedialen Homeserver und Nelli Brucker für ihr selbstgebautes Touchscreen jeweils 3. Preise. Mariella Bork erhielt im Fachbereich Biologie ebenfalls einen 3. Platz.

Diese und weitere spannende Projekte wurden betreut von den Lehrerinnen Julia Spang und Angelika Möbius sowie von den Abiturienten Joshua Roth, Felix Brucker und Oliver Kammerer.