Mathematik

Freude am Spiel mit Zahlen, mit Knobeln, mit Rechnen, mit Unbekannten, mit Pi, mit Wurzeln, mit der Euler’schen Zahl — und überhaupt am abstrakten Denken: viele unserer Schülerinnen und Schülern lassen sich anstecken uralten Begeisterung für Mathematik.

Und für die ehrgeizigen Zahlentüfter, denen der Unterricht manchmal etwas zu einfach ist, haben unsere Mathelehrkräfte jede Menge weiterer Herausforderungen, wie den Landes- und Bundeswettbewerb Mathematik, den Känguru-Mathematik-Wettbewerb oder regionale Mathetage an der Universität oder Schulen der Region.

Gerechnet und gewonnen!
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15.06.2018: Marianna und Katharina Bopp gewinnen den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Mathematik

Marianna (10a) und Abiturientin Katharina Bopp haben lange gerechnet und gewonnen. Sie nahmen Teil an der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik. Dabei erreichten beide im Team den ersten Preis, und Marianna erzielte das beste Ergebnis ihrer Jahrgangsstufe in Baden-Württemberg.

„Wir mussten viele Knobelaufgaben lösen. Im Endeffekt brauchten wir mehrere entscheidende Ideen. Danach konnten wir’s runterrechnen. Klingt einfach, aber du darfst natürlich nichts vergessen und brauchst immer wieder Ideen,“ meinten die beiden. Und was motiviert die beiden an Mathematik? — „Wenn man einmal eine Aufgabe oder auch nur einen Teil herausbekommen hat, dann motiviert es einen weiterzumachen. Und nachdem wir einmal etwas erreicht hatte, dachten wir: Wir probieren’s einfach wieder.“

Daniel Meiborg im Finale des Pangea-Wettbewerbs der Mathematik
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Juni 2018: Daniel Meiborg qualifiziert sich für das Landesfinale des Pangea-Mathematik-Wettbewerbs

Bei beiden vorausgegangenen Runden war Daniel Meiborg (6b) spitze. Seit 2007 wird dieser Wettbewerb für Mathematik bundesweit für die Klassen 3 bis 10 durchgeführt. Knapp 100 000 Schülerinnen und Schüler treten in der Vorrunde an, um die kniffligen Matheaufgaben zu lösen. Pro Klassenstufe qualifizieren sich die ersten 500 Schülerinnen und Schüler für die Zwischenrunde. Dann wird nochmal mächtig gesiebt, denn für die Endrunde bleiben bundesweit nur noch 60 Schülerinnen und Schüler übrig.

Die Aufgaben sind anspruchsvoll, in der Zwischenrunde sogar sehr anspruchsvoll und beim Finale sollen sich dann die echten Mathe-Cracks zeigen. Daniel schaffte es souverän, in die Zwischenrunde einzuziehen. Am 16. Juni darf er sich in Ludwigsburg mit den besten Baden-Württembergern messen.

Neu ist diese Erfahrung für ihn nicht. Schon vergangenes Jahr war er im Finale und wurde der sechstbeste Baden-Württemberger und stand im Deutschland-Ranking auf Platz 25. Im Gespräch erzählte Daniel, dass er schon immer gut in Mathe war. Früher habe er auch gerne Mathe-Videos angeschaut. Daher sei ihm die Fibonacci-Folge schon lange geläufig.

Dass er diese nicht nur kennt, sondern auch zu erklären versteht, zeigte er im Unterricht souverän bei einem Referat. Schwierige Aufgaben reizen ihn einfach. Da kann er auch mal eine Stunde damit zubringen, der Lösung auf den Fersen zu bleiben. Auch Lesen begeistere ihn. Im Moment liest er zur Vorbereitung auf das Finale ein Buch mit Mathe-Rätseln. Ansonsten dürfen es aber auch mal Romane sein.

Ob man neben der Mathematik auch Zeit für andere Hobbies habe? Offensichtlich in Masse, denn Daniel spielt drei Instrumente: Flöte, Klavier und Horn. Und er geht zum Taekwondo. Auf die Frage, ob er denn später etwas mit Mathe machen werde oder gar Mathe studieren möchte, antwortete er mit größter Selbstverständlichkeit: „Ganz klar mache ich Mathe beruflich. Mathe studieren ist prima.“

Die Schulgemeinschaft des SG drückt Daniel Meiborg für das Finale im Ludwigsburger Schloss alle Daumen: Daniel, Du machst das!

Zahlensprünge mit dem Känguru

Schüler der Klasse 5b kommen ins Gespräch über den „Känguru-Wettbewerb“ der Mathematik. Mehr Infos gibt’s bei den Mathelehrern und unter http://www.mathe-kaenguru.de. Ansprechpartner am SG ist Herr Dr. Franken.

Luca: Hallo Milena, hallo Emma!

Milena und Emma: Hallo Luca.

Luca: Wisst ihr beiden, was es mit diesem „Känguru-Wettbewerb“ auf sich hat? In meiner Klasse wurden diese Woche Urkunden und kleine Geschenke an die Teilnehmer verteilt.

Milena: Ja, tatsächlich gibt es hier nur Gewinner; denn alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde mit den erreichten Punktzahlen und einen Erinnerungspreis. Für die Besten gibt es Bücher, Spiele, Puzzles und Reisen in ein internationales Mathe-Camp. Für mich war es das zweite Mal. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht mit Aufgaben zum Knobeln, Grübeln, Rechnen und Schätzen.

Luca: Bekommt man da auch eine Note, die dann zur Mathematiknote zählt?

Emma: Nein, das Ergebnis des Wettbewerbs beeinflusst nicht die Schulnote. Es geht hier vor allem um Spaß, denn die Aufgaben sind lustig formuliert und gar nicht trocken.

Milena: Genau.  Der internationale „Känguru-Tag“ (jedes Jahr der 3. Donnerstag im März) soll die mathematische Bildung an den Schulen unterstützen, Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und selbstständiges Arbeiten fördern.

Emma: Es ist ein Einzelwettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben (Klassenstufen 3 – 6) bzw. 30 Aufgaben (Klassenstufen 7 – 13) zu lösen sind.

Milena: Mach doch einfach nächstes Jahr mit. In Deutschland nahmen 1995 rund 200 Schülerinnen und Schüler teil, 2017 waren es über 906.000.
Luca: Das hört sich ja total spannend an. Da bin ich nächstes Jahr dabei!

(Milena Haker, 5b)

Ansprechpartner im Kollegium ist Dr. Ralf Franken